Spielbericht SC Holzhausen – TuS Königschaffhausen
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Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Wasser-Kollmarsreute wollte der SC Holzhausen gegen den TuS Königschaffhausen nachlegen. Am Ende stand jedoch eine 2:4-Niederlage, die besonders ärgerlich war, weil sich der SCH durch vermeidbare Fehler selbst in Rückstand brachte und auf der anderen Seite die eigenen Möglichkeiten nicht konsequent genug nutzte.
Die Partie begann ausgeglichen, doch in der 13. Minute geriet Holzhausen mit 0:1 in Rückstand. Dem Treffer vorausgegangen war ein vermeidbarer Foulelfmeter. Eine Situation, die defensiv besser hätte gelöst werden können und den Gästen die frühe Führung ermöglichte.
Auch beim zweiten Gegentreffer half der SCH entscheidend mit. In der 51. Minute missglückte ein Klärungsversuch in der eigenen Defensive. Noel Hüglin nutzte die Situation und erhöhte auf 0:2. Erneut war es damit kein zwingend herausgespielter Treffer, sondern eine Situation, in der sich Holzhausen durch das eigene Defensivverhalten selbst in Schwierigkeiten brachte.
Die Mannschaft zeigte jedoch eine Reaktion. Nur sechs Minuten später gelang dem SCH in der 57. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2. Holzhausen war damit wieder voll im Spiel und drängte anschließend auf den Ausgleich.
Und genau dieser lag in der Luft. Der SCH erspielte sich eine hundertprozentige Möglichkeit zum 2:2, konnte diese große Chance jedoch nicht nutzen. Eine Szene, die im weiteren Verlauf der Partie entscheidende Bedeutung bekommen sollte.
Denn anstatt des verdienten Ausgleichs zu erzielen, wurde Holzhausen auf der anderen Seite bestraft. Marco Blust erzielte in der 82. Minute das 1:3. Besonders bitter: Der SCH hatte kurz zuvor selbst die große Möglichkeit, die Partie komplett wieder auf Anfang zu stellen.
Hinzu kam, dass sich Holzhausen in dieser entscheidenden Phase auch noch selbst schwächte. Eine Gelb-Rote Karte nach einem absichtlichen Handspiel war völlig unnötig und machte die Aufgabe in der Schlussphase zusätzlich schwer.
In Unterzahl und mit dem Versuch, noch einmal alles nach vorne zu werfen, entstanden zwangsläufig Räume. Felix Höldin nutzte einen davon in der 87. Minute zum 1:4.
Trotzdem gab sich die Mannschaft nicht auf und kam in der 89. Minute noch einmal auf 2:4 heran. Für eine erneute Wende war es zu diesem Zeitpunkt allerdings zu spät.
Diese 2:4-Niederlage war vermeidbar. Nicht weil der SC Holzhausen über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft gewesen wäre, sondern weil man sich in entscheidenden Situationen selbst um die Möglichkeit brachte, etwas Zählbares aus der Partie mitzunehmen.
Der Elfmeter zum 0:1 hätte vermieden werden können, dem 0:2 ging ein missglückter Klärungsversuch voraus. Trotzdem kämpfte sich die Mannschaft zurück, erzielte das 1:2 und hatte anschließend sogar die große Chance zum 2:2-Ausgleich. Genau diese Möglichkeit blieb ungenutzt – und wenig später folgte auf der anderen Seite die Bestrafung.
Dazu kam die völlig unnötige Gelb-Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels, mit der sich der SCH in einer ohnehin schwierigen Schlussphase zusätzlich selbst schwächte.
Damit zeigte sich an diesem Spieltag sehr deutlich, woran weitergearbeitet werden muss: Fehler im Defensivverhalten reduzieren, in den entscheidenden Situationen konzentrierter agieren und die eigenen klaren Torchancen konsequenter nutzen.
Die Mannschaft hat nach dem 0:2 Moral gezeigt und war zurück im Spiel. Wenn man sich für diesen Aufwand künftig auch belohnen will, müssen genau diese entscheidenden Situationen auf beiden Seiten des Platzes besser gelöst werden.